Über Kleylehof 13

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Anreise zum Kleylehof 13: (47° 53’ 37,45” Nord, 17° 4’ 1,49” Ost)

  • per Automobil: Von Wien 65km Auf der Autobahn A4 Richtung Ungarn bis zur Abfahrt Nickelsdorf. Noch auf der Rampe die erste Möglichkeit rechts (Richtung südwest - Fahrverbot ignorieren und nicht nach Nickelsdorf fahren). Dann immer so geradeaus wie möglich (unter der ersten Hochspannungsleitung durch, an der Kreuzung geradeaus, unter der zweiten Hochspannungsleitung durch). Vorsicht: viele Feldhasen auf der Straße (vorallem nachts). Nach etwa 4,2km an der Kreuzung mit Wegweiser nach Halbturn: Den geschotterten Weg geradeaus in den Hof hinein. Das zweite Haus auf der rechten Seite ist Kleylehof 13. Parkmoeglichkeiten sind beschildert

--hmm - naja im prinzip stimmt das, nur wird gerade die strasse erneuert und ist deshalb gesperrt - also einfach vertrauensvoll den umleitungs-schildern folgen--

  • per Bahn: Ab Wien Hauptbahnhof bis Nickelsdorf fahren (Fahrtzeit: 50min.) von dort etwa 6km per Fahrrad.
  • Shuttle Bahnhof Nickelsdorf <-> kleylehof13 bei Veranstaltungen, call: 0699 11885939
  • Letzter Zug Nickelsdorf -> Wien: 20:40, Hegyeshalom -> Wien: 22:51, erster Zug Nickelsdorf -> Wien: 05:33
  • Übernachtungsmöglichkeiten: Camping am Kleylehof oder z.b.: Hotel "Paprika csarda" in Ungarn gleich nach der Autobahngrenzstation, oder im Motel Schlafgut an der Autobahnabfahrt Nickelsdorf. Überhaupt: Ungarn ist nur einige hundert Meter vom Kleylehof entfernt -> eventuell Pass mitnehmen.

anfahrt.png

OpenStreetMap


Kleylehof 13 ist Teil des ehemaligen Gutshofs Kleylehof, direkt am ehemaligen Eisernen Vorhang. Am Fuße der Parndorfer Platte, gelegen an einem geologischen und soziologischem Schnittpunkt. Gemeinsam mit dem Haus beginnt genau hier die Pannonische Tiefebene. In Nord-südlicher Richtung liegt der Kleylehof an einer historisch-kulturellen grenze zwischen dem Weinbaugebiet des Seewinkels im Süden und dem landwirtschaftlichen Norden.

Der Kleylehof ist einer der für die Gegend typischen Gutshöfe. Bis in die 1950er Jahre lebten und arbeiteten hier bis zu 300 Menschen. Fritz von Kleyle, der erste Verwalter des Kleylehofs, war ein Freund des Biedermeierdichters Nikolaus Lenau. Dieser verfasste hier seine bekannten „Heidelieder“ - der erste „artist in residence“ auf dem Kleylehof.

1956 empfing Baronin Marietheres Waldbott Ungarische Flüchtlinge mit Essen und bot ihnen Unterkunft. Die Journalistin und Schriftstellerin wurde nach ihrer Heirat mit Paul Waldbott von Bassenheim Mitbesitzerin und bis ins Jahre 2000 Verwalterin des Kleylehofs. Zur Zeit ist der Hof und seine Ländereien im Besitz von Markus Graf zu Königsegg-Aulendorf, der auch einen Teil der Gebäude für Jagd und Landwirtschaft nutzt. Der Bildhauer und Künstler Franz Gyolcs hat sich in den 1990er Jahren eine der ehemaligen Stallungen als Atelier eingerichtet und veranstaltet in der eigens errichteten Open-Air Arena Konzerte und Theaterstücke.

Im Jahre 2000 entdeckte der Medienkünstler Klaus Filip im Zuge seiner Mitarbeit beim internationalen Jazzfestival Konfrontationen ein, dem Verfall preisgegebenes, ehemaliges Stallgebäude auf dem Kleylehof. Gemeinsam mit der Malerin und Perfomance-Künstlerin Cynthia Schwertsik, dem Bildhauer Red White und den Musikern Oliver Stotz und Chris Janka wurde dieses Gebäude mit viel Phantasie, künstlerischem Witz und Allem, was vor Ort zu finden war in ein architektonisches Märchenland umfunktioniert und bekam den Namen Kleylehof13.

Der Platz wird in seiner inspirierenden Umgebung seither als Arbeits- und Schaffensrefugium für viele unterschiedliche künstlerische Projekte genutzt. Seminare und Workshops und das mittlerweile sehr beliebte interdisziplinäre Festival Reheat fanden hier ihre Heimstätte.